Material für den Religionsunterricht
Plattform und Community für Religionspädagogik
Lernplattform für Online unterstütztes Lernen (OUL)

OUL: Kommunikativ und kooperativ lernen!

Kooperatives Arbeiten ist ein konstituierender Bestandteil von rpi-virtuell. Dies und der religionspädagogische Hintergrund der im Rahmen der Plattform Engagierten haben beigetragen, ein besonders Verständnis des Lernens mit den neuen Medien zu entwickeln: Das online unterstützte Lernen oder OUL.


Online unterstütztes Lernen
Seit fünf Jahren gibt es nun rpi-virtuell. In diesen Jahren hat sich die Plattform stetig weiterentwickelt, mit dem Ziel, die religionspädagogisch Tätigen zu unterstützen und Religionsunterricht und Weiterbildung durch die Möglichkeiten des Internet anzureichern.

Der Begriff OUL, online unterstütztes Lernen, wurde im Sommer 2005 vom Kreis der Mitarbeitenden bei rpi-virtuell geprägt und wird mittlerweile auch in anderen Kontexten verwendet(1).
Er dient nicht zuletzt der Abgrenzung gegenüber einem nicht selten auf Instruktion basierendem Verständnis von eLearning, das für die Religionspädagogik keine Option ist.

OUL: Zentrale Aspekte
Drei Aspekte finden besondere Berücksichtigung bei der Gestaltung der Online-Bildungsarbeit:
  • Lernen ist ein ganzheitlicher, aktiver, individuell gestalteter und verantworteter Prozess, nicht gebunden an bestimmte, definierbare Abschnitte von Zeit und Raum.(2)
  • Damit aus "Information" "Kompetenz" wird, gilt es, einen vollständigen Lernprozess(3) zu durchlaufen. Dazu gehören neben Austausch und Zusammenarbeit auch Anwendung und Erprobung, Reflexion und Auswertung.
  • Lernen vollzieht sich auf den Ebenen von Eigenstudium, Kommunikation und Kooperation bzw. Kollaboration.(4)
Insbesondere in religionspädagogischer Motivation kommt ein weiterer Aspekt dazu:
  • Ziel ist ein selbst bestimmtes Lernen, das den Handlungsspielraum erweitert, das Werte und Einstellungen wachsen lässt und zur Entfaltung der Persönlichkeit und sozialer Verantwortung beiträgt.
Ermöglichungsdidaktik
Die didaktische Planung kann die Aneignung durch die Lernenden nicht erzeugen. Doch sie versucht, sie zu ermöglichen. Ein lernförderndes Umfeld, ein Lernarrangement mit unterschiedlichen Anknüpfungs- und Verhaltensmöglichkeiten, mit alternativen Handlungs- und Interpretationsangeboten bietet Impulse zur Gestaltung des eigenen Lernwegs.
Wir orientieren uns dabei an dem Konzept der "Ermöglichungsdidaktik", wie er von Rolf Arnold und Ingeborg Schüßler geprägt wurde.(2)

Besucherinnen und Besucher als Mitgestalter
Dies pädagogische Konzept ist eng verbunden mit der Konzeption von rpi-virtuell: Die Besucher/innen der Plattform sind aufgerufen, vielseitig und kreativ Möglichkeiten der Online-Unterstützung zu entwickeln, zu erproben und weiterzugeben. Denn rpi-virtuell ist nicht denkbar als Einzelwerk, sondern bildet in seiner Gesamtheit das Engagement und die Interessen der vielen Besucher und Nutzerinnen ab.

Diese sind im Gegenzug auch aufgerufen, ihre Wünsche und Rückmeldungen einzubringen, um so zur Weiterentwicklung der Plattform beizutragen: Von Anfragen, Bewertungen und Kommentaren, über Einträge in die Bibliothek,  Veröffentlichung von eigenen Beiträge bis hin zum Mitwirken in einer der vielen selbst gegründeten Online-Arbeitsgruppen oder in einem der verantwortlichen Teams von rpi-virtuell, z.B. im Rahmen einer Schulstufe.

"Learning Community"
So entsteht eine "learning community", eine informelle, lernende Gemeinschaft: Die hier Mitwirkenden tauschen - auf der Grundlage gemeinsamer Interessen und vergleichbarer beruflicher Kontexte - Wissen aus, setzen sich mit gemeinsamen Aufgabenstellungen auseinander und bilden in diesem Prozess neues Wissen und neue Fähigkeiten aus.

Drei Kraftquellen
rpi-virtuell hat also drei Kraftquellen, die die Weiterentwicklung fördern und tragen:
  • die enge Verknüpfung von technischen Grundlagen und Programmierung mit den pädagogischen Intentionen
  • einen an moderner Religionspädagogik ausgerichteten Bildungsbegriff im Bereich von Schulpädagogik und Erwachsenenbildung, der auch im Bereich der neuen Medien Ganzheitlichkeit und Empowerment einfordert
  • und - als Wichtigstes - die Verankerung in der Community der religionspädagogisch Tätigen, die sich für die Gestaltung und Weiterentwicklung der Plattform verantwortlich fühlen.
August 2007
Julia Born, Frank Wessel

Themenwochen Online-Lernen August 2007:
Online-Lernen mit Erwachsenen
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Literaturhinweise:
(1) - Medienberatung NRW - Fachtagung Oktober 2005: mehr.
  - E-Learning Universität Potsdam: mehr ...
(2) Dr. Ingeborg Schüßler: Von der Erzeugungs- zur Ermöglichungsdidaktik - mehr ...
(3) Dr. Ilse Brunner: Nachhaltiges Lernen statt trägem Wissen - mehr ...
(4) vgl. dazu: Elearning-Center Universität Leipzig: Glossar - mehr ...


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