E-Learning: Fünf populäre Irrtümer
Sie unterrichten und überlegen sich, ob vielleicht eine Online-Fortbildung für Sie das Richtige wäre? 1. "E-Learning: Das ist doch stupide und einsam." Weder das eine, noch das andere. Oder würden Sie in Ihrer Freizeit freiwillig wochenlang etwas machen, das Sie langweilt und worin Sie keinen Sinn sehen? Während eines Online-Seminars entscheiden sich die Teilnehmenden völlig selbständig und immer wieder neu, ob und in welchem Maß sie Angebote wahrnehmen. Es hat schon gute Gründe, wenn sie bis zum Schluss dabei bleiben. Faktisch wurde sogar die Debatte um den Lernbegriff durch E-Learning erneut angestoßen. Die meisten E-Learning-Konzepte gehen inzwischen von einem konstruktivistischen Lernbegriff aus, der den Einzelnen als Subjekt seines Lernens sieht: Eine stimulierende Lernumgebung, motivierende Lernaktivitäten und die Verankerung von Kommunikation und Kooperation unterstützen die Lernprozesse. Das lässt sich durch Präsenzphasen weiter fördern. Und tatsächlich entsteht auch im Lauf eines reinen Online-Seminars emotionale Verbundenheit, wie sich z.B. in den Abschiedsgrüßen häufig zeigt. Um die Breite unseres Ansatzes deutlich zu machen, sprechen wir bei rpi-virtuell deshalb statt von "E-Learning" vom "online unterstütztem Lernen". 2. "Online-Fortbildungen sind billiger und machen weniger Aufwand." Schön wärs ja ... Tatsächlich ist noch detailliertere Vorbereitung gefragt. Die Vorlaufzeit dauert - natürlich je nach Format und Dauer - rund ein Jahr. Dafür haben Online-Angebote wichtige Vorteile. Nicht zuletzt: Die Teilnehmer/innen können dabei von zu Hause aus tätig werden und Projekte und Methoden gleich im Schulalltag umsetzen. Damit vergrößert sich auch die Zahl der möglichen Teilnehmer/innen. Wenn Sie einmal ein solches Fortbildungsangebot entwickelt haben, können Sie es wiederholen und anderen Interessierten zugänglich machen. Die Vorbereitung lohnt sich also! 3. Variante 1: "Ich bin technisch viel zu unbegabt, um an einer online unterstützten Fortbildung teilzunehmen." Variante 2: "... um eine solche Fortbildung anzubieten." Zu 1.: Wenn Sie das hier online lesen, können Sie auch an einer Online-Fortbildung teilnehmen! Klar, dass niemand als Technikfreak geboren wird. In unseren Seminaren führen wir Sie schrittweise in den Nutzungsmöglichkeiten ein. Zudem gibt es für jedes Seminar einen Supporter, eine Supporterin, die Ihnen telefonisch oder per E-Mail Hilfe leistet. Also: Trauen Sie sich ruhig - Sie kriegen das hin! (P.S.: Und Ihrer Vorbereitung und Unterrichtsarbeit kommt es darüber hinaus auch noch zugute, wenn Sie sich mit rpi-virtuell besser auskennen!) Zu 2.: Durchaus möglich. Sie sind ja auch keine Technikerin, kein Techniker, sondern in der Fort- und Weiterbildung tätig. Darin liegt Ihre wesentliche Kompetenz! Was die Technik betrifft, holen Sie sich Unterstützung: - Arbeiten Sie mit einem Supporter zusammen, der Sie bei Vorbereitung und Durchführung Ihres Seminars unterstützt. - Eignen Sie sich die entsprechenden Kompetenzen an, z.B. in unseren Seminarmodulen. - Bauen Sie Ihr Team vor Ort auf! Bestimmt gibt es in Ihrem Umkreis eine Kollegin, die Lust hat, als Online-Moderatorin tätig zu werden, und jemanden, der sich für die technischen Zusammenhänge interessiert und sich als Supporter fit machen will. In unseren Online-Seminaren vermitteln wir Ihren künftigen Teamkolleg/innen das entsprechende Knowhow! "Meine Zielgruppe, die Lehrkräfte, wollen das nicht." Ist das so? Es scheint, die Lehrkräfte sind da schon weiter als manche Fort- oder Ausbildungseinrichtungen. Im Rahmen einer Studie für Schulen ans Netz wurden Ende 2005 2633 Lehrerinnen und Lehrern von 73 Schulen befragt. 91,6% nutzten Computer und die neuen Medien für die Vorbereitung ihres Unterrichts (PDF-Datei: mehr ...). Mit gutem Grund: rpi-virtuell bietet z.B. umfangreiche Unterstützung für den Religionsunterricht. Auch die von uns angebotenen Online-Seminare finden durchaus Zuspruch! Ja, es scheint immer mehr sogar eine wichtige, kompensatorischen Aufgabe für Fortbildung zu werden, zur Überbrückung des "Digital Divide", der digitalen Kluft zwischen Nutzer/innen und Nichtnutzer/innen beizutragen. In der Wissensgesellschaft bedeutet der Zugang zu Internetressourcen gesellschaftliche und politische Teilhabemöglichkeiten und nicht zuletzt Einflussmöglichkeiten, insbesondere wenn man die Weiterentwicklung des Web 2.0 betrachtet. "Da hat ein Kollege mal so etwas ausprobiert. Das hat aber nicht funktioniert." Das kann schon sein. Wenn Sie ein neues Fortbildungsformat ausprobieren wollen, z.B. die Großgruppen-Moderation Open Space, wie gehen Sie da vor? - Sie machen sich in der Literatur kundig. - Sie nehmen an einer solchen Veranstaltung teil, um ein Gefühl dafür zu bekommen. - Sie reden mit Kolleginnen und Kollegen darüber. - Sie probieren es vielleicht erst einmal in einem kleineren Kreise aus. Genau das sollten Sie auch machen, damit Ihre erste Online-Fortbildung gut klappt! Fangen Sie einfach an, sich mit den Möglichkeiten von Online-Unterstützung zu beschäftigen - diese Ausgabe der Themenwochen Online-Lernen könnte ein guter Einstieg dafür sein! Viel Spaß bei der Lektüre - und viel Erfolg für künftige online unterstützte Angebote!
Themenwochen Online-Lernen August 2007: Online-Lernen mit Erwachsenen
onlinelernen erwachsene | |
| Impressum–Kontakt–Support & Hilfe | |
