(Quelle:
http://www.weltreligionen-und-mystik.de
)
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1623 – 1677 |
Christliche Mystikerin, die in Holland gelebt hat |
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Maria Petyt wurde am 01.
Januar 1623 in Haezebroeck (Flandern) als eines von acht Kindern in einer
katholischen Familie geboren. Ihre Kindheit fand teilweise zwar in einem
klösterlichen Umfeld statt, zeitweise lebte sie jedoch auch in einer Umgebung,
der geistliches Leben eher fremd war. Mit etwa 16 Jahren machte sie eine Wallfahrt zu einem Gnadenbild der Mutter Gottes, um für sich Schönheit als Voraussetzung für eine Heirat zu erbitten. Am Abend des Stephanstages jedoch wurde ihr jedoch eine tiefe religiöse Erfahrung zuteil, die in ihr den Wunsch auslöste, ins Kloster zu gehen. Nach einer Zeit der Prüfung stimmten ihre Eltern zu und so trat Maria dem Orden der Augustinerinnen in Gent bei. Wegen
einer Sehbehinderung musste sie jedoch den Konvent bald wieder verlassen und
sie zog in das Haus einer Freundin und deren Mutter. Unter Führung ihres Beichtvaters, eines Karmeliten, legte sie die Gelübde der dritten Regel von der heiligen Jungfrau Maria vom Berg Karmel ab. Von diesem Zeitpunkt an nannte sie sich Maria a Sancta Teresia. Als ihr Beichtvater von Gent wegzog, wurde Michael vom hl. Augustinus, ein Karmelit, der in Gent Lektor für Philosophie war, ihr geistlicher Führer und dieser blieb es auch bis zu ihrem Tod. Er führte sie behutsam zu einem inneren Leben mit Gott und auf seine Anregung hin machte Maria dreißig Jahre lang zahlreiche Aufzeichnungen über ihre innere Entwicklung, die von einer ungewöhnlichen Aufrichtigkeit und einer großen sprachlichen Schönheit geprägt sind. Maria litt in der Zeit in Gent sehr darunter, dass sie verehrt wurde, als sei sie eine halbe Heilige. Dies änderte sich, als sie 1657 nach Mechelen zog, wo sie mehr als 10 Jahre lang unter falschen Verdächtigungen und Ablehnung zu leiden hatte. Das war für sie sehr schmerzlich, bildete aber die äußere Voraussetzung dafür, dass sich ihre mystischen Erfahrungen in ungeahntem Ausmaß vertieften. Maria lebte in Mechelen zwanzig Jahre lang, bis zu ihrem Tod im Jahr 1677 in einer kleinen Klause in unmittelbarer Nähe des Karmelitenklosters. Äußerlich zur Ruhe gekommen, ging sie innerlich den Weg des Loslassens, dem Einsinken in das eigene Nichts, konsequent weiter: „In diesem Verkleinern meiner selbst, in diesem Niedersinken und Absteigen in den Abgrund fühlte ich mich unersättlich. Je tiefer ich in mein Nichts einsank und je mehr ich in dieser Leere wohnte, desto mehr fühlte ich jederzeit die Neigung, noch tiefer und tiefer zu sinken.“1 Ihre Briefe wurden von Michael vom hl. Augustinus erstmals 1681 in Brüssel herausgegeben, eine vierteilige Ausgabe (auf die sich auch die deutsche Übersetzung von 1995 bezieht), erfolgte nur wenige Jahre später in Gent.
BJ |
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Quelle: Maria Petyt: Leben aus dem Nichts, 1. Aufl. 1995 © Vier-Türme-Verlag, Münsterschwarzach (im Internet unter http://www.vier-tuerme.de/Verlag/ ) 1 Zitat entnommen Seite 42.
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