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(Quelle: http://www.weltreligionen-und-mystik.de   )  

   

Teresa von Avila

(Teresa de Jésus)

   

1515 - 1582

Spanische Mystikerin und katholische Kirchenlehrerin

 

 

 

„Herr, liebe jene, die Dich nicht lieben; öffne jenen die Tür, die Dich nicht rufen.“

 

 

Teresa Sánchez de Cepeda y Ahumada kommt am 28 März 1515 als Tochter eines jüdischstämmigen konvertierten Adeligen und seiner zweiten Frau Beatriz in Toledo auf die Welt.

 

1531 wird Teresa in ein Augustinerinnen-Internat gegeben, das sie jedoch wegen Krankheit bald wieder verlassen muss. Vier Jahre später tritt sie gegen den Willen ihres mittlerweile verwitweten Vaters in das karmelitische Menschwerdungskloster (Santa María de la Encarnación) in Avila ein. Nach ihrer Profess erkrankt sie so schwer, dass sie außerhalb des Klosters behandelt werden muss. Ihre labile Gesundheit wird Teresa ein Leben lang begleiten.

 

Im Konvent übt sich Teresa über achtzehn Jahre lang ohne geistliche Anleitung in Gebet und Askese. 1554 macht sie eine tief greifende spirituelle Erfahrung vor einem Kruzifix, zwei Jahre danach erlebt sie eine Vereinigung mit Gott, der „geistlichen Verlobung“. 1562 gründet Teresa das Reformkloster San José.

Als Johannes vom Kreuz (1542-1591) in den Orden eintritt, wird im Anschluss auch der Männerorden reformiert. Teresa ist fast ständig unterwegs und unermüdlich für den Orden tätig. Die Unio Mystica, die „geistliche Vermählung“, erlebt sie nach eigenen Angaben im Jahr 1572.

 

Als 1575 Pater Jerónimo Gracián, der Beichtvater Teresas, zum apostolischen  Visitator des gesamten Ordens ernannt wird, gerät der Orden durch die Inquisition in große Schwierigkeiten; Mitarbeiter Teresas werden inhaftiert,  sie selbst  muss ihre Gründungstätigkeit bis zum Jahr 1580 einstellen.

 

Am 4. Oktober 1582 stirbt sie an einem Blutsturz  anlässlich eines Besuches im Kloster zu Alba de Tormes.

 

Teresa de Jésus wird 1614 selig gesprochen und bereits 1617 zur Schutzpatronin Spaniens ernannt. 1622 erfolgt die Heiligsprechung. Als erste Frau wird sie 1970 zur Kirchenlehrerin ernannt.

 

Unter ihren zahlreichen Schriften seien  „Die Wohnungen der Inneren Burg“ (1577), das „Buch der Klostergründungen“ (1573-82) und die „Erfahrungsberichte“ (1560-81) erwähnt.

 

 

smu

   

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