(Quelle:
http://www.weltreligionen-und-mystik.de
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Dschalalladin Rumi*
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1207 - 1273
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Islamischer Mystiker und Dichter |
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*andere Schreibweisen des Namens: Dschalal ad-Din Rumi, Jalaluddin Rumi, Celalledin Rumi
Dschalalladin Rumi ist einer der bekanntesten islamischen Mystiker und Dichter.
Er wird am 30. September 1207 in Persien (heute Afghanistan) geboren. Als die Mongolen in das Gebiet einfallen, verlässt die Familie jedoch die Gegend und geht nach Anatolien.
In Konya wird Rumis Vater Baha´i Walad, einem angesehenen islamischen Gelehrten, ein Lehrstuhl an der Universität angeboten. Dschalalladin, der mittlerweile auch eine eigene Familie gegründet hat, studiert dort unter seinem Vater Islamwissenschaften und übernimmt nach dessen Tod im Jahr 1231 seinen Lehrstuhl.
1244 findet eine Wende in seinem Leben statt, als er dem Wanderderwisch Schams-i Tabriz („Sonne des Glaubens") begegnet, der das Feuer einer großen spirituellen Liebe in seiner Seele entzündet. Rumi vernachlässigt seine Familie und seine Schüler, die daraufhin Schams überreden, Konya zu verlassen. Rumis Trauer ist so groß, dass er Schams noch einmal zurückholt, aber nach kurzer Zeit ist dieser wieder verschwunden. Vermutlich wurde er von eifersüchtigen Schülern und Verwandten Rumis ermordet.
Liebe und Trauer machen aus Rumi einen Sänger, Tänzer und Dichter.
Sein 25.700 Verszeilen umfassendes Mathnavi (Mesnevi) ist in die Weltliteratur eingegangen. Daneben entstehen u.a. der „Diwan-i Schams-i Tabriz", der 35.000 Verszeilen enthält und die Prosasammlung Fihi ma fihi (Über das Sein und nicht Sein). Aus seinem ekstatischen Drehtanz wurde später das „Sema", der Sufi-Tanz, der bis heute Kennzeichen des auf Rumi zurückgehenden Sufi-Ordens und türkisches Kulturgut geblieben ist.
Noch zwei Menschen trifft Rumi, in denen er der göttlichen Liebe begegnet: den Goldschmied Salahaddin Zarkub und später den jungen Husamaddin, aber letztlich wird die Suche nach dem göttlichen Geliebten im eigenen Herzen zum zentralen Thema seines Lebens und seiner Dichtung.
Nach seinem Tod im Jahr 1273 wird Mevlana (Maulana) Rumi, wie ihn seine Anhänger nennen (Mevlana = unser Herr) in einem Mausoleum in Konya beigesetzt, das dem Mevlevi-Orden (dem auf Mevlana Rumi zurückgehenden Sufi-Orden) lange als Versammlungsort dient. Heute ist es ein staatliches Museum, aber immer noch ein vielbesuchter Wallfahrtsort für gläubige Muslime und Anhänger des großen Vertreters islamischer Liebesmystik. BJ |