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(Quelle: http://www.weltreligionen-und-mystik.de   )   

 

Thérèse von Lisieux

 

 

1873 - 1897

 

Karmelitin, katholische Kirchenlehrerin

 

Thérèse von Lisieux (Theresia vom Kinde Jesu) geboren am 2. Januar 1873 in Alençon, verstorben am 30. September 1897 in Lisieux, Normandie, Frankreich, Karmeliterin, Mystikerin, Kirchenlehrerin (seit 1997)

Marie-Françoise Thérèse Martin, neuntes Kind der Familie, verliert ihre Mutter bereits im Alter von vier Jahren. Unter der Obhut ihres tief religiösen Vaters wächst sie mit ihren Geschwistern in Lisieux auf. Das sensible und begabte Kind geht bereits mit knapp sieben Jahren erstmals zur Beichte, an Pfingsten 1883 erfährt es durch Fürsprache der Maria und das "Lächeln der Gottesmutter" Heilung von einer schweren Krankheit.

Als ihre beiden älteren Schwestern Pauline und Marie in den Karmel von Lisieux eintreten, will die erst 14-jährige Thérèse ihnen folgen, doch der zuständige Bischof verweigert ihr wegen ihres jugendlichen Alters die Aufnahme. 1887 wallfahrtet sie mit ihrer Familie nach Italien, um während einer Audienz bei Papst Leo XIII. um eine Sondergenehmigung für die Aufnahme in den Karmel zu bitten, die zunächst aber ebenfalls nicht gewährt wird.

Erst 1888 kann Thérèse in den Karmel von Lisieux eintreten und sie beginnt damit ein schlichtes kontemplatives Leben, das äußerlich bis zu ihrem Tod ohne weitere große Ereignisse bleibt.

Als ihre innere Aufgabe erkennt sie es, stellvertretend für die armen Seelen zu leiden und für die Geistlichkeit Fürbitte zu leisten. Sie folgt dem – wie sie es nennt - "kleinen Weg" einer innigen kindlichen Hingabe an Gott. Den Weg der Einfachheit gehen und Gott lieben, wie er noch nie geliebt worden ist, gerade in den kleinen und einfachen Dingen des alltäglichen Lebens, ist der Kern ihrer Frömmigkeit. Sie erkennt ihre eigene Schwäche und setzt mit kindlichem Vertrauen ganz auf die Hilfe und Barmherzigkeit Gottes.

Ihre Lebensgeschichte, die sie auf Anordnung ihrer Priorin niedergeschrieben hat, wird unter dem Titel „Geschichte einer Seele“ zwei Jahre nach ihrem Tod veröffentlicht und ist nach der Bibel das meistgelesene spirituelle Buch in französischer Sprache überhaupt.

Am Dreifaltigkeitsfest 1895, am 9. Juni, bringt sie sich der Göttlichen Barmherzigkeit als Ganzopfer dar. Im Jahr 1887 stirbt sie, gerade 24-jährig, nach langem und schwerem Leiden an Tuberkulose. Ihre letzten Worte sind "Mon Dieu, je vous aime…".

Nach ihrem Tod verbreitet sich der Ruf der jungen Karmelitin sehr rasch, da unzählige Menschen ihrer Fürbitte Gebetserhörungen zuschreiben und der „kleine Weg“ für viele Menschen Vorbild und Leitlinie für ihren eigenen Glaubensweg wird.

Ihre Vorstellung, dass sie den Himmel damit verbringen würde, Gutes für die Erde zu tun, fördert eine dynamische und vitale Auffassung von der ewigen Bestimmung des Menschen.

 Schon 1923 wird sie selig, und 1925 von Papst Pius XI. heilig gesprochen.

smu

 

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