(Quelle:
http://www.weltreligionen-und-mystik.de
)
Titus Brandsma
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1881 - 1942
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Holländischer Karmelit und NS-Widerstandskämpfer |
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"Wir
leben viel zu viel unser eigenes Leben und denken viel zu wenig daran, wie wir
durch Gott miteinander und alle zusammen mit ihm vereint sind. Wir dürfen uns
von niemandem in der Liebe übertreffen lassen. Wir müssen vielmehr darauf
bedacht sein, unserem Mitmenschen zu helfen. Unsere Gegenwart, wo wir auch sind,
soll für die Menschen eine Lust, ein Fest, ein Trost sein".
Titus Brandsma O.Carm. (geboren als Arno Sjoerd Brandsma am 23. Februar 1881 in Oegeklooster bei Bolsward, Friesland (NL), gestorben 26. Juli 1942 im KZ Dachau), Priester und Karmeliter, promoviert in Philosophie an der Università Gregoriana in Rom, anschließend Professur an der Katholischen Universität zu Nijmegen. Als die Bischöfe der katholischen Kirche es 1942 ablehnen, die Propaganda der nationalsozialistischen Besatzer in ihren Zeitungen abzudrucken, entschließt sich Titus Brandsma, der bereits gegen die Diskriminierung jüdischer Bürger im öffentlichen Leben offiziell Protest eingelegt hat, jeder Zeitungsredaktion diese Anweisung persönlich zu übergeben. So wird er aufgrund eines Verrats Anfang 1942 in seinem Kloster gefasst und als "rotgesinnter politischer Häftling" erst in Arnheim, dann in Scheveningen inhaftiert, wo er eine Biographie der Hl. Teresa von Avila beginnt und den erniedrigenden Umständen zum Trotz ein kontemplatives Leben lebt. Schließlich verlegt man ihn in das KZ Amersfoort, wo er
die Versklavung und Erniedrigung durch seine Peiniger mit großer Gelassenheit
erträgt. Bemühungen seiner deutschen
Ordensbrüder um eine Milderung der Haftbedingungen scheitern. In einem
Gestapo-Bericht nach Berlin heißt es, Professor Brandsma sei grundsätzlich als
Feind der nationalsozialistischen Sache zu sehen und „sehr gefährlich“. Noch im selben Jahr wird Titus Brandsma in das KZ Dachau
verschleppt, wo er schon wenige Wochen nach seiner Ankunft im Block 28, dem so
genannten Priesterblock, an den
Folgen unmenschlicher Zwangsarbeit, Folter und Mangelernährung schwer erkrankt.
Bei seinen Mitgefangenen hinterlässt
er durch sein gelebtes Christentum und seinen Humor einen bleibenden Eindruck,
er nimmt die Beichte ab, betet heimlich mit ihnen den Kreuzweg. Inmitten des wütenden
Hasses seiner Folterknechte bringt er es fertig, sie zu lieben. „Auch sie sind
Kinder des gütigen Gottes, und wer weiß, ob nicht etwas an ihnen hängen
bleibt...“, sagt er. Im November 1985 spricht ihn Papst Johannes Paul II. in Rom selig. smu
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