(Quelle: http://rpi-virtuell.net/home/mystik )

 

 

 

Übungswege nach Meister Eckhart

 

 

 

 

 

Meister Eckhart als einer der großen christlichen Mystiker ist zwischenzeitlich weit bekannt. Weniger bekannt ist der Übungsweg, der in seinen Texten deutlich wird. Dr. Jürgen Linnewedel hat in dem Buch „Meister Eckharts Mystik – Zugang und Praxis für heute“ (erschienen im Quell Verlag, Stuttgart, 1983) diesen Übungsweg herausgearbeitet und für heutige Menschen nutzbar gemacht. Seit vielen Jahren gibt er auch Kurse zum Übungsweg nach Meister Eckhart und ist als spiritueller Begleiter ansprechbar.

Der vorliegende Beitrag besteht aus einem Interview mit Dr. Linnewedel, das in Zusammenarbeit mit Birgit John von der „Gruppe Mystik“ erstellt wurde. In einem zweiten Teil werden Übungsweisen vorgestellt, die Texten und Empfehlungen Meister Eckharts folgen. Wie bei jedem Versuch, die Übungsweisen Eckharts für unsere Zeit zu erschließen, ist vieles dabei persönlich geprägt.

Im Anhang finden sich wesentliche Daten zum Leben und Werk von Meister Eckhart.

 

A.    Interview mit Dr. Jürgen Linnewedel

B.     Die fünf „Übungsweisen“ Meister Eckharts

C.      Anhang: Leben und Werk von Meister Eckhart

 

 

 

 

 

A. Interview mit Dr. Jürgen Linnewedel
 

 

 

 

 

Frage:

Schon vor 20 Jahren haben Sie sich intensiv mit Meister Eckhart beschäftigt und auch ein Buch zu diesem Thema geschrieben, das von der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen veröffentlicht wurde.

(Jürgen Linnewedel: „Meister Eckharts Mystik – Zugang und Praxis für heute“, Quell Verlag, Stuttgart, 1983 – derzeit leider nur in Antiquariaten erhältlich).

Was ist es, was Sie an diesem christlichen Mystiker fasziniert?

 

 

Antwort:

 

Zwei Dinge vor allem möchte ich nennen:

 

(1) Für Meister Eckhart steht die spirituelle  E r f a h r u n g  an zentraler Stelle. Und er zeigt gangbare  W e g e  hin zu spiritueller Erfahrung. Der Glaube bleibt bei ihm nicht eine Sache des Verstandes und des Denkens, sondern wird lebendig durch Erfahrung. Nur was man selbst erfahren hat, prägt den Menschen wirklich - so schreibt und bestätigt zum Beispiel der große Schweizer Psychotherapeut Carl Gustav Jung.

 

Mehr noch: Bei Meister Eckhart kann man erkennen (und selbst nachvollziehen und erfahren), bis zu welchen hohen und äußersten Möglichkeiten menschliches spirituelles Erleben gelangen kann: bis hin zu radikalen, tiefgreifenden religiösen Erfahrungen, zu Erfahrungen wie: hineingenommen in Gottes große Wirklichkeit, nie fern davon, umschlossen davon, geborgen darin.

Oder Erfahrungen wie: eingebettet in Gottes allgegenwärtige Kraft, in sein Licht, in seine Herrlichkeit - und zugleich erfüllt, durchdrungen davon, verschmelzend damit, teilhaftig, dazugehörig, "ein Kuche" (wie später Martin Luther sagt).

 

Kurz: Eckharts Erfahrung, Eckharts Weg führt hin bis zum mystischen Eins-Erleben, zur "unio mystica". - Ganz schlicht und unprätentiös nennt er seinen Versenkungsweg  "Gebet aus ledigem Gemüt". Und es ist dieses Gebet, dieser Versenkungsweg, den er seinen Ordensbrüdern und Ordensschwestern ans Herz legt.  (Näheres weiter unten).

 

(2) Eckhart nimmt das Wesentliche des Glaubens in den Blick - das Lebendige  h i n t e r  den Worten und Lehrsätzen.

Er entwickelt und vertritt eine undogmatische, befreiende Theologie. Außerordentlich zeitnah und modern wirken sein Glaubensverständnis und sein Gottesverständnis und als geradezu begeisternd und mitreißend empfinde ich seine Lehre vom Verhältnis Gott-Welt-Mensch.

Der Mensch soll keinen "gedachten" Gott haben, sondern einen "wesentlichen" Gott - einen Gott, der frei ist von allen menschengedachten Attributen, Verengungen und Verkürzungen, frei von allen Anthropomorphismen. Eckhart räumt alles dies radikal beiseite - ebenso die gängigen Himmelsvorstellungen.  Eckhart lehnt - wie später Martin Luther - "den Gaukelhimmel" ab, den "Gaukelhimmel, wie ihn die Maler uns malen" (Martin Luther).

Und er eröffnet eine neue, weite Gottessicht. Er bedient sich dabei unbedenklich auch philosophischer Sprache und Begrifflichkeit. Es gibt, so lehrt er, nur  e i n e  Wirklichkeit, "das Eine" (philosophisch gesprochen). Und diese eine und einzige Wirklichkeit nennen wir in unserer christlichen Sicht und Sprache "Gott". Sie existiert ewig, unvergänglich, unendlich, allumfassend - alles in sich bergend.

Es ist die Wirklichkeit, "in der und aus der alles ist" (wie schon Augustin lehrte); Eckhart betont das wiederholt. Und weil dies so ist, ist der Mensch "nie fern von Gott", ja "Darin liegt ein großes Übel, dass der Mensch sich Gott in die Ferne rückt." (Reden der Unterweisung, Nr.17).

 

 

(3) Aber doch noch ein Drittes möchte ich hervorheben: Eckharts große Begabung als Prediger, seine kraftvolle, mitreißende Rede. Und nicht zu vergessen: sein großes sprachschöpferisches Talent. Er predigte oft vor Zuhörern, die des Lateinischen nicht mächtig waren, häufig sogar vor dem "einfachen Volke".  Da musste er für lateinische Ausdrücke passende, eingängige deutsche Worte finden - oder aber erfinden. Und dies ist ihm in erstaunlicher, überzeugender Weise gelungen - selbst bei schwierigen Begriffen der Theologie und der Philosophie.

 

Freilich, so mancher Text und so manche Predigt Eckharts erweisen sich vom Inhalt her als spröde und schwer zugänglich, jedenfalls beim ersten oder auch zweiten Lesen. Dennoch, wenn man erst einmal Eckharts Grundgedanken und Grunderfahrungen in sich aufgenommen hat, wenn man erspürt und ergründet hat, um was es im Kern geht, wird vieles deutlicher und erschließt sich dann fast wie von selbst. 

 

 

 

 

 

 

Frage:

Vielleicht muss man ja zur Klärung noch eine Frage ergänzen: Was verstehen Sie denn unter Mystik, und was kennzeichnet speziell die christliche Mystik?

 

Antwort:

Wie schon anklang: Mystik ist Suche nach Glaubens- E r f a h r u n g , nach Erfahrung von Gott, von Gottes Wirklichkeit und Wirken. "Vacare Deo" - "leer werden für Gott", sich öffnen für Gottes Kraft und Wirklichkeit, so lautet eine Kurzformel aus dem Mittelalter. Genau darum geht es: Leer werden, damit man erfüllt werden kann - von der höheren Macht her.

Sehr intensiv kann sich dies "Erfülltwerden" vollziehen, so intensiv, dass es das menschliche Bewusstsein gänzlich ausfüllt, völlig Besitz von dem Bewusstsein ergreift: so dass im Bewusstsein nur noch die göttliche Macht  (ihr Licht, ihr Dasein, ihre Kraft) wahrgenommen wird - und für nichts anderes mehr Raum ist. Sie allein herrscht. Jedes Eigenbewusstsein, jedes Bewusstsein von sich selbst, ist darin aufgegangen.

Die Begriffe dafür, Versuche des Begreifens eigentlich nur: mystisches Eins-Erleben, unio mystica.

 

Was macht das Besondere der christlichen Mystik aus?

Man findet die Antwort, wenn man fragt: Leer werden (in der Versenkung) - w o f ü r?  In der christlichen Mystik heißt die Antwort: Leer werden für Gott, für die Himmelsmacht, für Gottes Macht und Wirklichkeit.  Das ist Gott-gerichtete, theozentrische Mystik.

 

Daneben steht die Christus-gerichtete Mystik, die christozentrische Mystik.  Bei Teresa von Avila (1515-1582) beispielweise findet sie sich in besonders ausgeprägter Form.  Die Suchende, der Suchende öffnet sich hier in Richtung auf Christus, auf Christuserfahrung.

Ein weiteres Beispiel: Auch die Meditation mit dem Christus-Gebet (=Herzensgebet) ist christozentrisch ausgerichtet. Beim Einatmen spricht der Meditierende "Herr Jesus Christus" und ausatmend "erbarme dich meiner" - und dies über längere Zeit, mit jedem Atemzug. Ja, der Übende nimmt es in seinen Alltag hinein, spricht das Gebet weiter auch außerhalb der Meditation, lässt es ständig weiterschwingen, innerlich, im Rhythmus seines Atmens.

 

Ebenso gibt es ein Sich-Öffnen und Suchen in Ausrichtung auf den Heiligen Geist oder auf eine / einen der christlichen Heiligen.  Das Göttlich-Heilige, nach christlicher Lehre der Drei-Eine Gott, wird in der Versenkung dann meist auch in der Gestaltung erfahren, in der es/er gesucht wird.

 

Dazu noch ein Satz:

Die Suchausrichtung oder Empfangseinstellung ist offenbar für das mystische Erleben von wesentlichem Einfluss: Die göttlich-heilige Wirklichkeit wird in der Regel entsprechend dieser Suchausrichtung erlebt - anders gesagt: teilt sich entsprechend dieser Suchausrichtung mit.  "Der Mensch empfängt eben in der Regel auf dem von ihm gewählten Kanal", könnte eine forsche, sicherlich allzu technische Antwort lauten.

 

Zwei Faktoren spielen hierbei offenbar eine wichtige Rolle und beeinflussen die Versenkungserfahrung: Einerseits die Tatsache, dass die menschlichen Aufnahme- und Erfahrungsmöglichkeiten generell begrenzt sind. "Nur in irdenen Gefäßen" können wir Menschen das Göttliche und Heilige auffangen (Paulus 2.Kor.4,7). Zum andern spielen die individuellen Prägungen eine wesentliche Rolle, speziell die persönlichen glaubensmäßigen Prägungen und Voreinstellungen des Suchenden / Meditierenden.

 

Ein Satz, der christliche Mystiker besonders ermutigt, findet sich im Neuen Testament: "Suchet, so werdet ihr finden. Bittet, so wird euch gegeben. Klopfet an, so wird euch aufgetan." (Matthäus 7,7; Markus 11,24; Lukas, 11,5 - 13). Indes, erzwingen lässt gar nichts - und auch nicht einfordern mit verlangender Bitte.  Es gilt vielmehr: Die Erfahrung, die Begegnung mit dem Göttlich-Heiligen bleibt immer Geschenk, Gnade, unverfügbar.

 

 

 

 

 

 

Frage:

Meister Eckhart hat keinen systematischen Übungsweg aufgezeigt, wie man es beispielsweise aus dem Hinduismus und Buddhismus kennt. Dennoch sagen Sie, dass man aus seinen Schriften Übungswege ableiten kann. Diese Übungswege beschreiben Sie im zweiten Abschnitt dieses Textes ausführlicher  - können Sie hier schon ein paar wesentliche Kennzeichen der Übungsweisen von Meister Eckhart erläutern?

 

 

Antwort:

Eckharts Empfehlungen, Hinweise oder Anleitungen für Übungswege finden sich unregelmäßig in verschiedenen seiner Texte. Schaut man sich diese Wege genauer an, so fällt auf: Die Wege sind überwiegend "theozentrisch" ausgerichtet; sie weisen den Menschen in eine Richtung, die sich etwa so beschreiben lässt: "Suche nach  E r f a h r u n g  von Gott. Öffne dich für solche Erfahrung - in der Versenkung, aber ebenso auch im Alltag, beim alltäglichen Tun. Lass die allgegenwärtige Macht und Wirklichkeit Gottes in dir bewusst werden, lass sie in dein Bewusstsein gelangen.  Nimm dich zurück, damit Raum wird für sie. Lass sie in dir wirksam werden. Lass dich tragen von ihr. Lass dich und dein Leben davon erfüllen."

 

 

 

 

 

 

Frage:

Sie selber geben auch Kurse zum Übungsweg Meister Eckharts. Was geschieht bei diesen Kursen ?

 

Antwort:

In den Kursen gehen wir (Leiter und Teilnehmer) `ganzheitlich´ vor. Wir erschließen uns Texte Meister Eckharts. Wir üben die Meditation aus ledigem Gemüt  (Eckhart nennt sie „Gebet aus ledigem Gemüt“).  Wir folgen besonders auch den Anweisungen, die Eckhart für Wege und Übungen im Alltag gibt, und üben dabei vor allem auch das „Werk aus ledigem Gemüt“.  Hinzu kommen körperbezogene Übungen, zugleich konzipiert als Übungen der Gelassenheit und des Sich-Lassens, zum Beispiel gelassenes Gehen, gelassenes Schreiben, rechtes Stehen, Einschwingen ins Lot usw.

 

Ich rate den Teilnehmern/ Teilnehmerinnen, die Anregungen aus dem Kurs mitzunehmen und zuhause zu prüfen, was sie davon für sich und ihren Alltag und ihr Leben aufgreifen wollen.

Und ich rate, eigenständig den Texten und Wegen weiter nachzuspüren. Dabei wird sich noch Etliches besser erschließen; und der Einzelne findet mehr und mehr heraus, was für ihn persönlich besonders hilfreich und nützlich ist. Da knüpfe ich an Paulus an: "Prüfet aber alles, und das Gute behaltet." (1.Thess 5,21).

Wer mich um Rat fragen möchte, kann mich gern anrufen oder mir schreiben.

 

 

 

 

 

 

Frage:

Was raten Sie jemandem, der sich vom Übungsweg Meister Eckharts angesprochen fühlt, wie er diese Übungen in seinem Leben umsetzen kann, wenn er keine Möglichkeiten hat, Kurse zu besuchen?

 

 

Antwort:

Ja, es bleibt dann nur, die Übungen nachzulesen und selbst auszuprobieren.  Sie sind so gestaltet, auch die Meditationen, dass eigentlich keine Probleme oder Risiken auftreten können, es sei denn es liegen psychische oder körperliche Erkrankungen vor.

 

Zu finden sind die Übungen und Meditationen natürlich in erster Linie in den Originaltexten von Meister Eckhart, allerdings recht verstreut und nicht immer leicht zu entdecken.  Wer es sich erleichtern will, kann eine Zusammenfassung finden in dem Buch "Meister Eckharts Mystik - Zugang und Praxis für heute"  (zur Zeit vergriffen, aber ausleihbar und antiquarisch zu erwerben). Und einiges bietet auch dies Interview bei den "Übungsweisen".

 

Auch hier gilt: Wer mich um Rat fragen möchte, kann mich gern anrufen oder mir schreiben. (siehe Hinweis am Ende des Beitrages.)

 

 

 

 

 

B. Die fünf Übungswege und Übungsweisen nach Meister Eckhart
 

 

 

 

 

(1) Meditation, Versenkung

(für Meister Eckhart eine Form des tiefen Gebets)

 

"Das kräftigste Gebet ..... ist jenes, das hervorgeht aus einem ledigen Gemüt.

Je lediger dies ist, um so kräftiger, würdiger, nützer, löblicher und vollkommener ist das Gebet. Das ledige Gemüt vermag alle Dinge.

Was ist ein lediges Gemüt?

Das ist ein lediges Gemüt, das durch nichts beirrt und an nichts gebunden ist, das sein Bestes an keine Weise gebunden hat und in nichts auf das Seine sieht, vielmehr völlig in den Willen Gottes versunken ist und sich des Seinen entäußert hat. ..

So kraftvoll soll man beten, dass man wünschte, alle Glieder und Kräfte des Menschen, Augen wie Ohren, Mund, Herz und alle Sinne sollten darauf gerichtet sein. Und nicht soll man aufhören, ehe man empfinde, dass man sich mit dem zu vereinen im Begriff stehe, den man gegenwärtig hat und zu dem man betet, das ist Gott." (Reden der Unterweisung, Nr.2)

 

Wie kann man dies üben heutzutage?

 

Vorab: Was besagt das Wort "lediges Gemüt"?  Ledig ist zu verstehen im Sinne von leer; so wie es in der Wendung "leer und ledig" noch anklingt.  Bei Eckharts Begriff liegt die alte Formel "Leer werden für Gott (vacare Deo)" zugrunde und schwingt darin mit.

 

Ganz praktisch und konkret jetzt: Sich hinsetzen, auf eine Meditationsbank oder ein Meditationskissen oder aber einen Stuhl, alles ist fast gleich geeignet. Wichtig jedoch: aufrecht, im Lot, unverspannt, so dass man gut und ohne Mühe 15 oder 20 oder auch 25 Minuten in gleicher Haltung sitzen kann.  Die Hände ineinander in den Schoß gelegt oder getrennt und nach oben offen gehalten (wie empfangende Schalen) auf die Oberschenkel gelegt - ganz individuell, wie es persönlich als richtig empfunden wird.

Die Augen am besten offen oder halboffen auf einen Punkt 1,5 oder bis 3 Meter vor sich auf den Boden richten.  Bei geöffneten Augen ist die Neigung einzudämmern deutlich geringer.

Wenn man nun das Gefühl hat, gut und richtig zu sitzen, empfiehlt es sich, eine Weile dem Atem zu folgen, wie er kommt und geht, ohne irgendwie zu steuern oder zu beeinflussen. Das führt zu innerer Ruhe und Sammlung.

 

Nun beginnt die eigentliche Meditation. Ich gebe in der Regel den Rat (vorab schon, beim Sich-Setzen), ein Meditationswort oder einen Meditationssatz aufzugreifen, der der Meditation Richtung gibt und sie "auf Kurs" hält und vor dem Abschweifen bewahrt.

Ein Beispiel: Ich suche Stille, will mich öffnen für die Stille, die mich verbindet mit dem Göttlichen und Heiligen.

Als Meditationswort greife ich auf: "Heilsame Stille - Stille heilsam."

(Heilsam hier in der doppelten Bedeutung des Wortes, beides umfassend: Heilen und Heil.)

 

Die Grundhaltung und Grundeinstellung bei der Meditation sollte sein:

Nicht fordern und verlangen (das wäre kontraproduktiv), sondern bitten, fragen, `anklopfen´ . Konkret:

Ich  b i t t e  (innerlich) um „heilsame Stille, um die Erfahrung heilsamer Stille“.

Und ich halte mich offen für eine Antwort, ein Antworterleben, offen für eine Erfüllung der Bitte, ein Erfüllungserleben.

 

Und vielleicht ereignet sich sogar - gleich hier, heute und jetzt - solch ein Erfüllungserleben, vielleicht spüre ich etwas von der großen heilsamen Stille, die aus höherem Bereich kommt,  anflughaft zunächst nur - aber später, an anderen Tagen, vielleicht zunehmend mehr.

 

Hilfreich ist es, sich einmal die Grundstruktur der Meditation und Versenkung anzuschauen, ihre drei Phasen:

Ÿ Aktive Phase:                                    häufige Wiederholung einer Bitte, Frage, eines öffnenden Wortes.

Ÿ Empfangende, rezeptive Phase:          Beginn eines Antworterlebens/ Erfüllungserlebens.

Ÿ Vertiefte empfangende Phase:            vertieftes Antworterleben / Erfüllungserleben.

 

Je stärker das Antworterleben/ Erfüllungserleben wird, um so mehr kann das Wiederholen des Meditationswortes/-Satzes zurückgenommen werden - bis es schließlich, bei intensivem Antworterleben, wie von selbst aufhört. Nur noch das Erleben allein füllt das Bewusstsein.

 

Wie umgehen mit Störungen? Es schießen ja immer wieder Gedanken, Empfindungen, Geräuschwahrnehmungen usw. durch das Bewusstsein.

Immer wenn ich merke, dass sich erneut Störungen ins Bewusstsein gedrängt haben, wiederhole ich mein Meditationswort, konzentriere mich darauf. Der Effekt: Die Störungen weichen, sie rücken an den Bewusstseinsrand. Und die Bewusstseinsmitte ist wieder frei für mein Wort, für meine Suche.

Am Bewusstseinsrand können und mögen die Störungen ruhig bleiben. Dort stören sie kaum.  - Meist jedoch rutschen sie unmerklich und wie von selbst über den Bewusstseinsrand hinaus und verschwinden so gänzlich aus dem Bewusstsein.  Wichtig ist, dass die  M i t t e  des Bewusstseins frei bleibt, immer wieder eingenommen wird von der Meditation. Denn hier, in der Mitte, ereignet sich das Wesentliche.

 

Eine andere  Methode: Störungen einfach nur anschauen - und vorbeiziehen lassen, ähnlich wie Wolken. Und immer wieder zu dem Meditationswort zurückkehren, es wiederholen - bis dann vielleicht die Phase des intensiven Antworterlebens einsetzt.

 

Hier noch einige weitere hilfreiche Meditationsworte oder -sätze:

 

Ÿ "Frieden":

(Ich halte mich offen für / Ich bitte um):

            "Frieden,

            Frieden, der höher ist als alle Vernunft."

Oder in Langform:       

„Gib mir Deinen Frieden, mein Gott / Christus,

            Deinen Frieden, der höher ist als alle Vernunft.“

 

Ÿ "Licht":

(Ich halte mich offen für / Ich bitte, erfülle mich mit:)

            „Licht  - Licht vom unerschaffnen / unerschöpften Lichte“.

 

Ÿ Oder:

"Ich lege die Hände in den Schoß - und lasse mich beschenken

- beschenken mit dem, was für mich nötig ist (Kraft, Trost, Licht, Freude, Zuversicht oder was es auch sei).."

 

Ÿ Oder: 

"Wer wirkt hier ? Wer meditiert hier?

            (Die Erfahrung kann sein: "Die Eine Wirklichkeit wirkt hier, `Das Eine´, - wirkt in diesem Menschen.")

 

Ÿ Oder: 

(Gott, lass mich erfahren -  dafür halte ich mich offen:)

            „Nie fern von Gott - sondern immer im Einen, immer in Gott.“

 

Ÿ Oder: 

(Gott, lass mich erfahren -  dafür halte ich mich offen:)

            „In Dir daheim, in Dir geborgen.“

 

 

 

(2) Werk aus ledigem Gemüt

 

 "Das allerwürdigste Werk vor allen ist jenes, das hervorgeht aus einem ledigen Gemüt. Je lediger dies ist, um so kräftiger, würdiger, nützer, löblicher und vollkommener ist das Werk. Das ledige Gemüt vermag alle Dinge.

Was ist eine lediges Gemüt? .

Das ist ein lediges Gemüt, das durch nichts beirrt und an nichts gebunden ist, das sein Bestes an keine Weise gebunden hat und in nichts auf das Seine sieht, vielmehr völlig in den Willen Gottes versunken ist und sich des Seinen entäußert hat." .

(Reden der Unterweisung, Nr. 2)

 

Gemeint ist: Nicht nur in der Versenkung sich öffnen und offen halten für Gott, für Gottes allgegenwärtige Wirklichkeit und Macht, sondern auch im gewöhnlichen Alltag. Gerade das tägliche Leben bietet Möglichkeiten in Hülle und Fülle, Möglichkeiten für das spirituelle Üben und zugleich Gelegenheiten für die spirituelle Gestaltung des Lebens überhaupt  und nicht zuletzt viele Chancen für das Sich-Bewähren auf dem spirituellen Weg.

 

Zitat: "Das Leben (nämlich) schenkt die edelste Erkenntnis." (Predigt 28 - angemerkt sei: "Erkenntnis" ist hier zugleich im Sinne von Erfahrung gemeint.)

 

Gelassenheit, Sich-lassen spielt eine wesentliche Rolle, wie Eckhart immer wieder betont. Sich lassen - warum?  Um sich so besser öffnen zu können für die spirituelle Wirklichkeit, für das Heilige und Gott.

 

An einer Übung wird deutlich, um was es geht:

 

            Ich nehme den Stift  -  ganz gelassen -

            und schreibe ein Wort  -  ganz gelassen -

            und lege den Stift wieder hin  -  ganz gelassen.

 

Stufe 2 der Übung:

            Ich nehme den Stift  -  ganz gelassen -

            und schreibe ein Wort  -  ganz hingegeben und gelassen

              und spüre dabei - ein wenig oder auch mehr: Dies mein Schreiben vollzieht sich `in Gottes Wirklichkeit´, und ich empfinde:

"In Gott lebe, wirke und bin ich" - und schreibe ich. (Apg. 17,27f )

            Ich lege den Stift zurück -  erfüllt von diesem Erleben, freudvoll  und ganz gelassen.

 

Eine schlichte Übung. Aber sie kann eine außerordentliche Wirkung haben:  "In einem jeglichen    guten Werk  werden wir allezeit neu geboren in Gott"   verheißt und ermutigt Meister Eckhart (Predigt 46).

("Gutes Werk" - das bezeichnet hier ein Werk, welches in Gottverbundenheit, im Bewusstsein der Gottverbundenheit getan wird.)

 

In seiner Predigt über Maria und Martha (Predigt 28) verdeutlicht Eckhart noch näher, was mit dem Werk aus ledigem Gemüt gemeint ist, in welchem hohem Maße es helfen kann und voranbringen kann auf dem spirituellen Weg. In dieser Predigt nennt Eckhart das Werk mitunter "Gewerbe":

"Drei Punkte insbesondere sind in unserem Wirken unerlässlich. Die sind: dass man wirke ordentlich und einsichtsvoll und besonnen. ..... Und besonnen schließlich nenne ich es, wenn man in guten Werken die lebensvolle Wahrheit mit ihrer beglückenden Gegenwart verspürt." (S.285 in der Textausgabe von Quint).

"Martha war so wesenhaft, dass ihr "Gewerbe" sie nicht behinderte. Ihr Wirken und "Gewerbe" führte sie (vielmehr) zur ewigen Seligkeit hin." (S.288).

 

"Die lebensvolle Wahrheit mit ihrer beglückenden Gegenwart verspüren"  -  eben darum geht es.  Und treffender lässt es sich kaum ausdrücken.

 

 

 

(3) Überantwortung, Hingabe, Liebe zu Gott

 

"Darauf setze all dein Bemühen, dass dir Gott groß werde und dass all dein Streben und Fleiß ihm zugewandt sei in allem deinem Tun und Lassen. Wahrlich, je mehr du davon hast, desto besser sind alle deine Werke, welcher Art sie auch sein mögen.  Hafte Gott an, so hängt dir alles Gutsein an. Suche Gott, so findest du Gott und alles Gute (dazu)."

(Reden der Unterweisung, Nr.5)

 

 

 

(4) Liebe zu Jesus Christus, christförmig werden

 

"Der Mensch soll sich innerlich in allen Dingen hineingebildet haben in unseren Herrn Jesus Christus, so dass man in ihm einen Widerschein aller seiner Werke und göttlichen Erscheinung finde;  und es soll der Mensch in vollkommener  A n g l e i c h u n g  , soweit er´s vermag, alle seine (=Christi) Werke an sich tragen.  Du sollst wirken, und er soll (Gestalt) annehmen. Tu dein Werk aus deiner vollen Hingabe und aus deiner ganzen Gesinnung; daran gewöhne dein Gemüt zu aller Zeit und daran, dass du dich in allen deinen Werken in ihn hineinbildest."

(Reden der Unterweisung, Nr.18).

 

 

 

(5) Rechtes Erkennen und Unterscheiden

 

Übung 1: Sich beobachten, sich lassen

"Richte dein Augenmerk auf dich selbst (Nim din selbes wahr), und wo du auf dich stößt  (auf dein selbstisches Ich, auf deine Absonderung von Gott, d.V.) , da lass ab von dir. Das ist das Allerbeste."

(Reden der Unterweisung, Nr.3, am Ende).

 

Übung 2: Die Dinge und Wesen durchbrechen und die allgegenwärtige ´göttliche Seinsweise´ in ihnen wahrnehmen:

"Er (der Mensch) muss lernen, die Dinge zu durchbrechen und seinen Gott darin zu ergreifen  ...... " --- "...die äußeren Erscheinungsformen sind den geübten Menschen nichts Äußerliches, denn alle Dinge haben für die innerlichen Menschen eine inwendige göttliche Seinsweise."

(Reden der Unterweisung, Nr.6 und 21).

 

Noch eine Schlussbemerkung - zur Vervollständigung und Klarstellung:

"Liebe Gott über alles" - so lautet das ´höchste Gebot´ für Jesus (s. Matthäus 22,37). Und so gilt es für die Jünger und alle Christen. - Wie hat Eckhart es aufgegriffen ? In den geschilderten Wegen und Übungsweisen findet man die Antwort überaus anschaulich: Das ganze Bündel von Wegen und Übungen ist für Eckhart: strikt gelebtes Christentum.  Es ist für ihn Nachfolge Christi, Nachfolge in entschiedener, konsequenter, ja mitunter radikaler Weise.

 

Und wie steht es mit dem zweiten Teil des ´höchsten Gebots´, mit dem Satz "und liebe deinen Nächsten wie dich selbst" ?  Verliert sich etwa dieser Teil der ´Nachfolge Christi´  bei Eckharts intensiver Gottsuche?

Ganz und gar nicht. Eckhart schreibt - und mahnt zugleich seine Ordensbrüder und Ordensschwestern:

"Wie ich auch sonst schon gesagt habe: Wäre der Mensch so in Verzückung, wie´s Sankt Paulus war, und wüsste einen kranken Menschen, der eines Süppleins von ihm bedürfte, ich erachtete es für weit besser, du ließest aus Liebe von der Verzückung ab und dientest dem Bedürftigen in größerer Liebe."

(Reden der Unterweisung, Nr.10).

 

 

 

 

 

C. Anhang: Leben und Werk Meister Eckharts
 

 

 

 

 

Eckhart wird um 1260 in Thüringen in der Nähe von Gotha in Hochheim geboren. Er stammt vermutlich aus ritterlichem Geschlecht. Bereits in früher Jugend tritt er in Erfurt in den Predigerorden, den Dominikanerorden ein. Sein Orden ermöglicht ihm ein Studium an der Ordenshochschule in Straßburg. Er kehrt nach Erfurt zurück. Schon bald wird er mit leitenden Ämtern betraut, ist mit wenig über dreißig Jahren bereits Abt des Klosters in Erfurt und Ordensprior von Thüringen.

In dieser frühen Zeit entsteht einiges von dem Schönsten und Hilfreichsten, was von Eckhart überliefert ist, die "Reden der Unterweisung". Es ist eine kleine Sammlung von Tischlesungen und Lehrgesprächen, wie sie Eckhart bei den Visitationen in den Klöstern seines Bezirks mit Ordensbrüdern und Ordensschwestern geführt hat. Hier finden sich zahlreiche Empfehlungen und Ratschläge für spirituelles Üben und spirituelles Leben.  Zugleich findet sich im Kern bereits alles das, was an genialen Vorstellungen und Konzeptionen von dem späteren Meister und großen Prediger Eckhart in lateinischer und deutscher Sprache entfaltet wird.

 

Nach den Bewährungsjahren in Thüringen eine erneute Anerkennung für Eckhart: Im Alter von etwa 40 Jahren, ab dem Jahr 1300 , schickt der Orden Eckhart auf einen seiner Lehrstühle in Paris; er gibt ihm so die Gelegenheit, dort die Magisterwürde zu erlangen.  Nach zwei Jahren schon legt Eckhart sein Magisterexamen ab, seine Professorprüfung oder Habilitation, wie man heute sagen würde. Er ist jetzt Magister, eingedeutscht "Meister" -  daher: Meister Eckhart.

 

Der Orden ruft ihn zurück, bestellt ihn zum Leiter der sächsischen und dann auch der böhmischen Ordensprovinz.  Aus dieser Zeit stammt das wohl reifste deutschsprachige Werk Eckharts, das "Büchlein der göttlichen Tröstung", geschrieben für Königin Agnes von Ungarn nach dem gewaltsamen Tod ihres Vaters 1308.  Wahrscheinlich ebenfalls in diesen Jahren entstand eine inhaltlich eng verwandte Schrift, der Sermon "Vom edelen Menschen", letzterer vor allem in seiner Gottessicht von großer Kühnheit - geradezu eine Art Hoheslied des "göttlichen Einen": eine auch heute außerordentlich aktuell und modern anmutende Theologie.

 

Aber schon 1310 oder 1311, fünfzigjährig, finden wir Meister Eckhart wieder in Paris, jetzt auf dem Lehrstuhl eines Professors (Magisters) der Theologie. Es entstehen umfangreiche wissenschaftliche Abhandlungen in lateinischer Sprache; möglicherweise hat Eckhart sie auch schon früher begonnen und führt sie jetzt fort: vor allem ein groß angelegtes dreiteiliges Werk, das "Opus tripartitum", das aber wohl nie vollendet wurde, und einen Kommentar zum Evangelium des Johannes.

 

Der Orden setzt Eckhart jedoch recht bald wieder in Deutschland ein. Er wird Leiter der Ordensschule und des Dominikanerkonvents in Straßburg (1314).  Es beginnen die Jahre, in denen sich Eckharts Ruf als großer Prediger weithin ausbreitet. Glücklicherweise ist ein Teil der Predigten erhalten. Es sind Predigten, die ebenso faszinieren in ihrem hohen Gedankenflug wie in ihrem kraftvollen, eindringlichen, sprachschöpferischen Ausdruck  -  und vor allem auch durch ihre vielfältigen, das mystische Gott-Erleben umkreisenden Aussagen.

 

Ab 1320 bricht für den nun schon sechzigjährigen Meister Eckhart eine kritische Zeit an. Zwar wird ihm die Ehre zuteil, dass man ihn als Lehrer an die berühmte Ordenshochschule in Köln beruft, auf denselben Lehrstuhl, den nicht lange vorher Albertus Magnus innehatte.  Aber der Erzbischof von Köln, Heinrich von Virneburg, erhebt beim Papst Klage gegen Eckhart. Sein Vorwurf: Verbreitung glaubensgefährdender Irrlehren, vor allem in den deutschsprachigen Predigten. - Der Prozess zieht sich etliche Jahre hin; der Klage wird letztlich nicht stattgegeben. 1326 jedoch eröffnet der Erzbischof ein eigenes Inquisitionsverfahren. Eckhart wendet sich in einem Protestschreiben an den Papst in Avignon (Avignon damals die Residenz des Papstes, ein vom französischen König erzwungenes Exil). Eine päpstliche Kommission befasst sich erneut mit der Sache.  Trotz seines Alters reist Eckhart nach Avignon, um sich persönlich zu rechtfertigen. Wohl auf der Rückreise oder bald danach stirbt er, vermutlich 1328. Todesort und Todesdatum, auch das Grab sind nicht bekannt.

 

Erst nach Eckharts Tod, im Jahre 1329, ergeht in dem Kirchenprozess das Urteil. Eine Bulle des Papstes Johannes XXII. (In agro dominico) erklärt insgesamt 28 Sätze Eckharts für ketzerisch oder doch für ketzerisch und übel klingend. Die Verbreitung seiner Werke und der Predigttexte wird verboten.

 

Nachdrücklich hält die Bulle fest, dass Eckhart vor seinem Tode feierlich erklärt habe, dass er alles widerrufe und verwerfe, was in seinen Worten und Schriften im Widerspruch zur katholischen Lehre stehe, vor allem die beanstandeten 28 Sätze.

 

Der Anfang der Bulle beleuchtet besonders treffend Situation und Geist jener Jahre und jenes Konflikts: 

"Für wahr, mit Schmerz tun Wir kund, dass in dieser Zeit einer aus deutschen Landen, Eckehart mit Namen, und, wie es heißt, Doktor und Professor der Heiligen Schrift, aus dem Orden der Predigerbrüder, mehr wissen wollte als nötig war, und ......hat dieser irregeleitete Mensch - gegen die hell-leuchtende Wahrheit des Glaubens auf dem Acker der Kirche Dornen und Unkraut hervorbringend -   ..zahlreiche Lehrsätze vorgetragen, die den wahren Glauben in vieler Menschen Herzen vernebeln ...."

 

Inzwischen ist Meister Eckhart rehabilitiert. Zwar hat der Vatikan die Bulle bislang nicht eingeschränkt oder gar außer Kraft gesetzt.  Jedoch andere Personen als die päpstliche Instanz haben eine Revision vorgenommen. Theologen unserer Zeit, unterstützt von Wissenschaftlern anderer Fakultäten, haben gezeigt, dass Eckharts Theologie sich durchaus im Rahmen christlich verantwortbarer Lehre hält.  Sicherlich, manche Überspitzungen und missverständliche Sätze sind vorhanden, auch aus heutiger Sicht,  und können auch in unseren Tagen Irritationen oder doch Verstehensschwierigkeiten auslösen. Aber das großartige, faszinierende Gesamtbild wird dadurch nur am Rande tangiert.

 

 

 

ã Jürgen Linnewedel

 

Zum Autor

Dr. Jürgen Linnewedel, Jahrgang 1935, zunächst Stadtrechtsrat, denn von 1970 - 1998 als Jurist bei der EKD in Hannover tätig. Seit der Studienzeit praktisch und theoretisch befasst mit Mystik, Meditation und verwandten Erscheinungen. Gründungsmitglied des Loccumer Arbeitskreises für Meditation, von Herbst 1997 bis Herbst 2003 dessen Vorsitzender.

 

Publikationen:

-          „Mystik Meditation Yoga Zen - Wie versteht man sie , wie übt man sie , wie helfen sie heute? Quell-Verlag Stuttgart 1975.

-          „Meister Eckharts Mystik – Zugang und Praxis für heute“, Quell Verlag, Stuttgart, 1983.

-          „Zugänge suche ich – Fragen, Reflexionen, Meditationen zu Glauben heute“, Loccumer Arbeitskreis für Meditation, 31437 Rehburg-Loccum, 2003.

 

Anfragen wegen Kursen können gerichtet werden an:

Loccumer Arbeitskreis für Meditation

c.o. Evang. Akademie Loccum

Postfach 2158

31545 Rehburg-Loccum

Tel: 05766/ 81-239

Fax: 05766/ 81-900

 

Anschrift für Kontakte:

Jürgen Linnewedel

Wilhelm-Raabe-Strasse 27

30826 Garbsen

Tel: 05131/ 52816

 

 

Das Interview wurde erstellt und veröffentlicht im Frühjahr 2004.

 

(Quelle: http://rpi-virtuell.net/home/mystik )